Mittwoch, 21.30 Uhr
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Rückblick - Letzte Sendung
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Bauerfeind im August
Ein Gespräch mit dem Präsidenten der Herzen, von den unendlichen Weiten des Netzes, über die Frage des eigenen Wertes und die neue Rolle des starken Geschlechts.
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Video: Beitrag "Crowdfunding im Web2.0 - Flattr & Co." ansehen
Flattr & Co. - Crowdfunding im Web 2.0
Die persönliche Kulturflatrate
Bei Flattr bezahlt man einen frei wählbaren monatlichen Betrag und kann immer neu entscheiden, wer Anteile an dem Geld bekommt: Per Klick auf den entsprechenden Button. Extreme Crowdfinancing!

Flattr ist eine Wortneuschöpfung aus den englischen Begriffen für schmeicheln (to flatter) und Pauschalabgabe (Flatrate). Es soll Künstern dabei helfen, mit ihren Online-Inhalten Geld zu verdienen. Dabei legt der User per Mouseclick selbst fest, wie viel er zahlen möchte und wer am Ende tatsächlich davon profitiert. Das neue, vom schwedischen Web-Star Sunde erdachte Social Micropayment ist für viele Künstler der große Traum von der Unabhängigkeit. Denn, wer Inhalte ins Netz stellt und diese mit einem Flattr-Button ausstattet, kann Einnahmen generieren.

Bezahlt wird, was gefällt
Wer nur einmal im Monat klickt, gibt seinen gesamten Flattr-Beitrag an den per Klick ausgewählten Urheber. Bei zwei Klicks teilt sich der Flattr-Beitrag fiftyfifty auf, und bei hundert Klicks erhält jeder ein Hundertstel. Prinzip Kuchenstück: Die Stücke vom Kuchen werden kleiner, je häufiger der Flattr-Nutzer klickt. Wer bei Flattr mitmachen möchte, zahlt monatlich einen selbst gewählten Betrag auf sein Flattr-Konto ein. Die Untergrenze liegt bei zwei Euro. Flattr ist freiwillig. Als Nutzer bezahlt man also nur, was gefällt.

Die Möglichkeit dieser Art von Kommunikation während des kreativen Prozesses gibt demjenigen, der einen finanziellen Einsatz bietet, ein Gefühl des Eigentumsrechts und das Gefühl, involviert zu sein. Das schafft eine starke Verbindung zwischen Künstler und User.

Das Netz als kostenlose Plattform
Noch ist Flattr allerdings in der Beta-Version. Ob die Idee bezahlter Internet-Inhalte funktionieren wird, ist ungewiss. Voraussetzung dafür wäre eine möglichst große Zahl beteiligter Blogs und Websites und Hundertausende oder besser Millionen Anwender, die einmal pro Monat Geld bei Flattr einzahlen. Doch laut aktueller Nielsen-Studie wollen 80 Prozent der Nutzer nicht für Inhalte im Netz zahlen. Bislang funktioniert freiwilliges Paid Content im Web einfach nicht wirklich.

Sendedaten
Immer am ersten Mittwoch im Monat um 21.30 Uhr
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Sendung zum Thema
Von der persönlichen Kulturflatrate, einer Omi, die Platten auflegt und Autoren im Exil...